C) Beamte für den gehobenen Dienst (Studium): Kriminalpolizei

Polizei und Kriminaldienst
Kriminaldienst: Beamtin/Beamter geh. Dienst (Studium)

:) Profil
#__ Beamtenausbildung
abweichende Laufbahnbezeichnungen in den einzelnen Bundesländern

Ausbildungsart
Studium an Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung, praktische Studienabschnitte in kriminalpolizeilichen Dienststellen der Bundesländer

In welchen Dienststellen und Behördenbereichen ist man eingesetzt

Beamte und Beamtinnen im gehobenen Kriminaldienst arbeiten bei Dienststellen der Kriminalpolizei, etwa in Kriminalkommissariaten, deren Außenstellen, Polizeidirektionen oder Landeskriminalämtern.

Das Studium umfasst polizeiund kriminalwissenschaftliche sowie rechtsund sozialwissenschaftliche Studieninhalte, die während der praktischen Studienzeiten in konkreten, praxisbezogenen Tätigkeiten umgesetzt werden.

Das theoretische Studium besteht aus Vorlesungen, Seminaren und praktischen Übungen, z.B. in folgenden Fächern:
- Polizeiund Kriminalwissenschaften: Einsatzlehre, Führungslehre, Kriminalistik und Kriminologie
- Rechtswissenschaften: Polizeiund Verwaltungsrecht, Straf- und Strafprozessrecht, Eingriffsrecht, Staatsund Verfassungsrecht
- Sozialwissenschaften: Politikwissenschaft, Soziologie, Psychologie, Berufsethik

Die praktischen Studienabschnitte, z.B. in Dienststellen der Polizei- bzw. Kriminalpolizei, umfassen Inhalte wie praktische Einsatzlehre, praktischer Polizeidienst, Schießausbildung, Sport und Einsatztraining, Ermittlungsverfahren und Vernehmungen.

:) Ausbildungsdauer
Dauer des Vorbereitungsdienstes:
3 Jahre

Abschluss
Bachelor
 
:) Zugangsvoraussetzungen
Für die Zulassung zum Studium wird in der Regel die Fachhochschulreife, die allgemeine Hochschulreife oder ein vergleichbarer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Manche Bundesländer können auch Bewerber/innen mit einem mittleren Bildungsabschluss aufnehmen. Diese müssen vor Beginn des Vorbereitungsdienstes jedoch die Fachhochschulreife erwerben, z.B. durch eine Fachoberschulausbildung.

Darüber hinaus müssen die Bewerber/innen die besonderen körperlichen und gesundheitlichen Anforderungen an die Polizeidiensttauglichkeit sowie die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllen und ein Auswahlverfahren absolvieren. Außerdem dürfen in einzelnen Bundesländern bestehende Höchstaltersgrenzen nicht überschritten werden.
 
:) Berufsinhalt
Beamte und Beamtinnen im gehobenen Kriminaldienst sind in der präventiven Verbrechensbekämpfung (Verhinderung kriminellen Verhaltens durch Vorbeugung und Beratung) und der repressiven Verbrechensbekämpfung (Verfolgung und Aufklärung von Straftaten) tätig. Sie verfolgen Straftaten wie Mord, Drogenhandel oder Wirtschaftskriminalität. Dazu nehmen sie beispielsweise Anzeigen auf und gehen diesen nach, befragen Beschuldigte und Zeugen und protokollieren deren Aussagen. Am Tatort suchen sie nach Spuren und Beweismitteln, die sie dann nach wissenschaftlichen Methoden auswerten. Gegebenenfalls ermitteln sie verdeckt, etwa bei Verdacht auf Rauschgiftoder Menschenhandel. Sie wirken bei Hausdurchsuchungen, Razzien, Großkontrollen und Hubschrauberfahndungen mit. Darüber hinaus tragen sie durch Beratungen der Bürger/innen zur präventiven Bekämpfung kriminellen Verhaltens bei.

Beamte und Beamtinnen im gehobenen Kriminaldienst übernehmen auch Führungsund Leitungsfunktionen. Als Dienststellenleiter/innen planen und kontrollieren sie beispielsweise die Arbeit der ihnen unterstellten Sachbearbeiter/innen, pflegen den Kontakt zur Staatsanwaltschaft und unterstützen die Arbeit anderer Dienststellen.
 
:) Perspektiven
Einkommen und Bezüge der Beamtenanwärter/innen
Die Beamtenanwärter/innen erhalten als Beamte und Beamtinnen auf Widerruf Anwärterbezüge, die ggf. durch Zulagen ergänzt werden. Hier finden Sie die aktuellen Anwärterbezüge www.der-öffentliche-dienst.de

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