B) Beamte für den mittleren Dienst: Allgemeine Verwaltung - Vermessungsamt

Katasterämter, Vermessungsämter
Vermessungstechnik: Beamtin/Beamter mittl. Verwaltungsdienst

:) Profil
#__ Beamtenausbildung
abweichende Laufbahnbezeichnungen in den einzelnen Bundesländern

Ausbildungsart
Vorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen der Bundesländer

In welchen Dienststellen und Behördenbereichen ist man eingesetzt Beamte und Beamtinnen im mittleren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst arbeiten in der öffentlichen Verwaltung bei Landes- und Kommunalbehörden, insbesondere bei Vermessungsoder Katasterämtern und Behörden für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften.

In Büroräumen erfassen, analysieren und bearbeiten sie Messdaten. Vermessungen führen sie an wechselnden Arbeitsorten aus, z.T. auch im Freien. Kunden beraten sie im Servicecenter.

Lernorte
Vermessungsämter, Katasterämter, Flurneuordnungsbehörden, Behörden für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften

Pflichten und Erwartungen
- Sorgfalt ist wichtig, um Vermessungsdaten für die Planung einer neuen Straße oder eines neuen Baugebiets fehlerfrei aufzunehmen. Da im Außendienst bei wechselnden Geländebedingungen gearbeitet wird, ist Flexibilität nötig.
- Kenntnisse in Mathematik sind für Vermessungsarbeiten und für die Arbeit mit vermessungstechnischen Ergebnissen erforderlich. Ebenso sind Kenntnisse in Geografie/Erdkunde wichtig, um Bestandteile einer Karte zu beschreiben oder topografische Feldvergleiche anhand von Luftbildern und Karten durchzuführen. Das Erstellen von Berichten und das Bearbeiten von Verwaltungsvorgängen erfordern gutes Deutsch; vor allem Rechtschreibung, Satzbau und Grammatik sind wichtig.

:) Ausbildungsdauer
Dauer des Vorbereitungsdienstes:
1 bis 1,5 Jahre
 
:) Zugangsvoraussetzungen
Für den Vorbereitungsdienst werden in der Regel mindestens der Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, Erster allgemeinbildender Schulabschluss) sowie eine förderliche Berufsausbildung (in der Regel als Vermessungstechniker/in oder Kartograf/in bzw. Geomatiker/in) vorausgesetzt.

Darüber hinaus müssen die Bewerber/innen die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllen und ein Auswahlverfahren absolvieren. Außerdem dürfen in einzelnen Bundesländern bestehende Höchstaltersgrenzen nicht überschritten werden.
 
:) Berufsinhalt
Beamte und Beamtinnen im mittleren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst arbeiten mit Geodaten. Im Außendienst ermitteln sie diese selbst. Mit Messgeräten führen sie beispielsweise Lage- und Höhenvermessungen oder topografische Feldvergleiche durch und bereiten die Ergebnisse computergerecht auf. Auf Grundlage dieser Messungen erstellen bzw. aktualisieren sie im Innendienst z.B. Liegenschaftskataster, Geländeund Flurkarten oder Planungsunterlagen. Sie werten die Messergebnisse aus und übertragen sie am Computer in die entsprechenden Kataster bzw. Karten. Wenn in der Behörde ein neues elektronisches Informationssystem, z.B. für das Liegenschaftskataster, eingerichtet wird, sind Beamte und Beamtinnen im mittleren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst ebenfalls beteiligt. Neben der Geodatenvisualisierung erledigen sie allgemeine Verwaltungstätigkeiten und beraten Kunden etwa bei der Planung von Bauvorhaben.
 
:) Perspektiven
Einkommen und Bezüge der Beamtenanwärter/innen
Die Beamtenanwärter/innen erhalten als Beamte und Beamtinnen auf Widerruf Anwärterbezüge, die ggf. durch Zulagen ergänzt werden. Hier finden Sie die aktuellen Anwärterbezüge www.der-öffentliche-dienst.de

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