C) Beamte für den gehobenen Dienst (Studium): Forstverwaltung

Forstdienst
Forstdienst: Beamtin/Beamter geh. Dienst (Studium)

:) Profil
#__ Beamtenausbildung
abweichende Laufbahnbezeichnungen in den einzelnen Bundesländern

Ausbildungsart
Vorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen der Bundesländer

In welchen Dienststellen und Behördenbereichen ist man eingesetzt
Beamte und Beamtinnen im gehobenen Forstdienst arbeiten in der staatlichen bzw. kommunalen Forstverwaltung oder in Landwirtschaftsoder Umweltschutzämtern.

Der Vorbereitungsdienst umfasst theoretische und praktische Ausbildungsabschnitte. Vermittelt werden beispielsweise folgende Kenntnisse und Fertigkeiten:
- Forstbetrieb, hoheitliche und sonstige behördliche Aufgaben, Dienstleistungen, Erholung und Umweltbildung sowie Schutz und Renaturierung
- betriebsinterne Vorschriften und Abläufe in einem Forstamt/einer Landesforstanstalt
- Forstplanung, Versuchswesen und Informationssysteme, Verfahren der Forsteinrichtung und der Standorterkundung
- ITVerfahren, Forschungsund Monitoringaufgaben

Je nach Bundesland werden unterschiedliche Fachlehrgänge durchgeführt; z.T. werden in einem Einführungslehrgang die für die Dienstführung notwendigen gesetzlichen Bestimmungen und die entsprechenden Verwaltungsanordnungen beispielhaft behandelt. Daneben können ein Praktikum in einem Nationalpark oder Biosphärenreservat sowie Exkursionen zum Vorbereitungsdienst gehören, z.B. der Besuch von Betrieben und Einrichtungen außerhalb der Landesverwaltung oder der Besuch ausländischer oder internationaler Fachinstitutionen.

:) Ausbildungsdauer
Dauer des Vorbereitungsdienstes:
mindestens 1 Jahr
 
:) Zugangsvoraussetzungen
Für die Aufnahme in den Vorbereitungsdienst wird in der Regel ein abgeschlossenes Bachelorstudium oder ein als gleichwertig anerkannter Hochschulabschluss der Forstwissenschaften oder der Forstwirtschaft vorausgesetzt.

Darüber hinaus müssen die Bewerber/innen die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllen und ein Auswahlverfahren absolvieren. Die gesundheitliche Eignung für den gehobenen Forstdienst, die sogenannte Forstdiensttauglichkeit, ist nachzuweisen. In der Regel wird der Besitz des Jagd- und Führerscheins erwartet. Außerdem dürfen in einzelnen Bundesländern bestehende Höchstaltersgrenzen nicht überschritten werden.
 
:) Berufsinhalt
Beamte und Beamtinnen im gehobenen Forstdienst verwalten, betreuen, bewahren und bewirtschaften den forstlichen Grundbesitz des Landes. Sie sichern die Ordnung im forstlichen Bereich durch Forstaufsicht, Verhütung und Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten und wirken an Maßnahmen des Natur- und Umweltschutzes, der Landschaftsplanung und der Raumplanung mit. Zudem sorgen sie für eine angemessene forstliche Infrastruktur, z.B. durch Instandhaltung oder Neuanlage von Forstwegen und Erholungseinrichtungen im Wald. Um eine nachhaltige Nutzung des Holzes sowie dessen marktgerechte und wirtschaftliche Verwertung zu gewährleisten, planen, kalkulieren und kontrollieren sie die Arbeiten im Forst, z. B. Holzeinschlag -ertrag, Pflanzenzucht, Durch- und Aufforstung oder Schädlingsbekämpfung. Zu ihren Aufgaben gehört es auch, den Wildbestand zu kontrollieren.

Als Leiter/innen eines Forstbetriebsbezirkes bzw. als Revierförster/innen sind Beamte und Beamtinnen im gehobenen Forstdienst für ein bestimmtes Forstrevier zuständig. Sie erarbeiten Planungsvorschläge, leiten und überwachen alle Arbeiten im Revier und führen Kalkulationen und Betriebsabrechnungen durch. Als Büroleiter/innen im Forstamt managen sie die forstamtsinterne Arbeitsorganisation. In den höheren Forstbehörden oder in Ministerien der Länder für Umwelt und Landwirtschaft sind sie als Sachbearbeiter/innen tätig.
 
:) Perspektiven
Einkommen und Bezüge der Beamtenanwärter/innen
Die Beamtenanwärter/innen erhalten als Beamte und Beamtinnen auf Widerruf Anwärterbezüge, die ggf. durch Zulagen ergänzt werden. Hier finden Sie die aktuellen Anwärterbezüge www.der-öffentliche-dienst.de

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